Die Foren 2, 3, 4 und 5 werden jeweils sowohl am Vormittag wie (identisch) auch am Nachmittag angeboten. Das Forum 1 ist so konzipiert, dass Sie hieran ganztags oder nur am Kreativprozess am Nachmittag teilnehmen können. Klicken Sie auf bzw. , um weitere Inhalte ein- bzw. auszublenden.
Thema Referenten/innen Moderation
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[Forum 1] (ganztägig) Erfolgreich den Markt erobern! - Von der Analyse zur Strategie
Referenten/innen:
Helga Weidner, MA, Publicis Consultants | Deutschland, Frankfurt am Main Kirstin Brunkhorst, Dipl.-Kff., Wirtschaftsmediatorin und Marketingberaterin, Hamburg Moderation: Susanne Kirchhoff, Richterin, Landgericht Osnabrück
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Inhalt:
Jeden Tag eine Mediation? Anfragen über Anfragen? Die Wirklichkeit sieht leider oft anders aus: Der Mediationsmarkt ist in vielen Bereichen ein Anbietermarkt.
Das Potential der Mediation als kosten- und nervensparende Alternative zum klassischen Gerichtsverfahren ist bei weitem nicht ausgeschöpft, die Methode nicht ausreichend bekannt.
Wie kann der Mediationsmarkt erschlossen werden? Wie können potentielle Mandanten für die Mediation gewonnen werden? Eine Antwort: Durch das richtige Marketing, durch kreative Marketingstrategien, die auf das "Produkt" Mediation und die Bedürfnisse der Zielgruppen abgestimmt sind.
Was ist Marketing und wie macht man die Mediation "marktfähig"?
Am Vormittag werden wir uns anhand praktischer Beispiele mit den Grundsätzen der Vermarktung vertraut machen. Der Nachmittag dient dazu, in einem kreativen Prozess gemeinsam Ideen für eine mögliche Mediationskampagne zu entwickeln. Auch Teilnehmerinnen und Teilnehmer anderer Foren sind herzlich eingeladen, nachmittags quer in das Forum einzusteigen und sich am Kreativprozess zu beteiligen.
[Forum 2] "Das Geheimnis (I)ihres Erfolges!" - Mit Mediation am Markt erfolgreich sein
Referenten/innen:
Angela Kaschewski, Mitglied des Vorstandes, TENOS AG, Hamburg Thomas Reich, Mediator, Pumacy Management Forum GmbH, Neustadt an der Orla Anita von Hertel, Mediatorin, Akademie von Hertel, Hamburg Moderation: Katja Josephi, Richterin, am Landessozialgericht, Celle
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Inhalt:
Mediation ist für Konfliktparteien ein kostengünstiges Streitschlichtungsverfahren - für Mediatorinnen und Mediatoren ist sie indes selten ein auskömmliches Geschäft. Die Konjunktur schwankt, die Nachfrage lässt zeitweilig zu wünschen übrig. Bereits hier stellt sich die Frage: Lohnt sich die zeit- und kostenintensive Ausbildung?
Und auch diejenigen, die nach ihrer Mediationsausbildung die frisch erworbenen Kenntnisse in die Praxis umsetzen möchten, stehen vor vielen Fragen: Schaffe ich es finanziell? Gründe ich eine eigene Kanzlei / Praxis? Wie kann ich mich am Markt etablieren und langfristig behaupten?
Sicher, es gibt kein Patentrezept für Erfolg - aber es gibt erfolgreiche Mediatorinnen und Mediatoren. Einige derjenigen, die sich etablieren konnten, stellen in diesem Forum ihre persönlichen Strategien vor.
Kommen Sie mit uns dem Geheimnis (I)ihres Erfolges auf die Spur.
[Forum 3] Die Adjudikation im Baustreit: Alternative zur Mediation oder ihr Schrittmacher?
Referenten/innen:
Moritz Lembcke, Rechtsanwalt, Mediator, Hamburg Dr. Martin Jung, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht, Mediator, Berlin Dr. Alexander Steinbrecher, LL.M., Bombardier Transportation, Berlin Dr. Matthias Sundermeier, Bauingenieur (Bauproduktion und Bauwirtschaft), Technische Universität Dortmund Moderation: Petra Schmidt, Richterin, Niedersächsisches Justizministerium
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Inhalt:
Rückblick - Einblick - Ausblick
Zum Baustreit vor Gericht hört man immer wieder Stichworte wie:
langwierig, teuer, nervenaufreibend
Claim-Gebirge, Flut von Gutachten
Komplexität
multikausale Verantwortlichkeiten
taktische Manöver, Opportunismus, Justizkredit
Folgeprozess, Verlust von Geschäftsbeziehungen
So wenig die Justiz Anlass hat, sich für diese Negativzuschreibungen verantwortlich zu fühlen, so klar wie kaum ein anderer scheint dieser Bereich geeignet für alternative Streitbeilegung.
Warum erobert sich die Baumediation dann nicht ihren Markt? Fehlt es noch immer (schlicht) an hinreichender Information? Wie erreicht man die Entscheidungsträger im Hinblick auf die betriebswirtschaftlichen Implikationen? Oder kommt die Baumediation ebenso zu spät wie das Gericht? Wäre deshalb Streitprophylaxe etwa als baubegleitendes Klärungsverfahren zielführender? Oder leidet die Baumediation wie das Gerichtsverfahren unter strukturellen Schwächen? Brauchen die Parteien mithin auch eine schnelle vorläufig verbindliche Klärung, gehört also die Zukunft eher der Bauadjudikation? Oder können sich Mediation und Adjudikation gegenseitig befruchten und ergänzen?
Fünf Jahre nachdem wir uns bereits einmal mit der Baumediation befasst haben, lohnt eine neue Bestandsaufnahme. Lassen Sie uns im Lichte neuer Entwicklungen die Zukunft der Baumediation diskutieren und Entwicklungsperspektiven aufzeigen.
[Forum 4] Rechtsschutzversicherung - Wegbereiter der Mediation!?
Referenten/innen:
Helmut Plote, Leiter Rechtsschutz Leistung der ERGO Rechtsschutzversicherer D.A.S. und Hamburg-Mannheimer AG, München Christine Lewetz, Leiterin Rechtsschutz Leistungsmanagement, D.A.S. Rechtsschutzversicherungs-AG, München Olaf R. Mandel M.A., Dipl.Kfm., Geschäftsführer ADR GmbH, Adelsdorf Prof. Dr. Ulla Gläßer, LL.M., Wiss. Leitung des Instituts für Konfliktmanagement, Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) Alexandra Bielecke, M.A., Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) Moderation: Domenik Henning Wendt, LL.M., Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV), Rechtsanwalt, Berlin
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Inhalt:
Streitende haben die Wahl, auf welchem Weg sie den Konflikt lösen. Bei der Entscheidung darüber begegnen sie vor allem zwei Institutionen: der Anwaltschaft und den Rechtsschutzversicherern. Schon seit geraumer Zeit gewähren die Versicherungsbedingungen die Übernahme von Kosten außergerichtlicher Streitschlichtung, inzwischen zum Teil auch ausdrücklich die von "Mediation". Die Versicherungsnehmer fragen Leistungen dieser Art aber kaum aktiv nach.
Inzwischen bieten zahlreiche Rechtsschutzversicherer ihren Kunden beim Erstkontakt eine auf Konsens orientierte Streitlösung an. Methodisch gehen die Versicherer unterschiedliche Wege. Davon unabhängig machen die Ergebnisse Mut: Hohe Einigungsquoten, überschaubare Kosten, dazu Kundenzufriedenheit und Kundenbindung - Win-Win im besten Sinne.
Schaut man auf diese Entwicklung aus der Perspektive der Mediation, stellen sich Fragen: Finden Mediatorinnen und Mediatoren hier einen Markt? Welche Bedeutung hat das Verhältnis der von den Versicherern angewandten - unterschiedlichen - Verfahren zur Mediation? Werden die Menschen durch die Erfahrung mit konsensualer Streitlösung aufgeschlossener für diese Methoden und insbesondere für die Mediation? Welche Schlüsse ergeben sich für freie Anbieter von Mediationsleistungen?
[Forum 5] Bundesmediationsgesetz: Gesetzgeberische Spielräume zur Förderung der außergerichtlichen Mediation
Referenten/innen:
Vertreter/in des Bundesministeriums der Justiz, Berlin Prof. Dr. Nadja Alexander (per Video), City University Hong Kong, Honorarprofessorin Australien (Bond Univ.) und Südafrika (Witwatersrand) Dr. Rainer Kulms LL.M., Priv.Doz., Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg Axel R. Raulinat, Sprecher des Vorstandes, TENOS AG, Hamburg Moderation: Michael Plassmann, Rechtsanwalt, Vorsitzender des Ausschusses Außergerichtliche Streitbeilegung der Bundesrechtsanwaltskammer, Berlin
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Inhalt:
Die EU-Mediations-Richtlinie muss bis Mai 2011 umgesetzt werden. Damit wird es für grenzüberschreitende Streitigkeiten zu materiell-rechtlichen und prozeduralen Flankierungen gerade der außergerichtlichen Mediation in den Bereichen Vertraulichkeit, Verjährung und Vollstreckbarkeit kommen. Das deutsche Gesetz wird über die Richtlinie hinausgehen und Regelungen auch zu rein nationalen Mediationen vorsehen. Um die Mediation als Ausdruck einer neuen Streitkultur kraftvoll und effektiv voranzubringen, sind darüber hinaus folgende Ansätze in der allgemeinen Diskussion:
Obligatorische Mediation
Richterliche Befugnis zur Anordnung außergerichtlicher Mediation
Kostensanktionen bei unterlassener Mediation
Verbindliche Informationsgespräche; evtl. mit Kostensanktionen flankiert
Mediationskostenhilfe
Finanzielle Anreize für vorgerichtliche Mediation
Staatliches Gütesiegel für Mediatoren/innen
Bei der Abwägung dieser Möglichkeiten spielen Mediationsgrundsätze wie das Freiwilligkeitsprinzip ebenso eine Rolle wie die Justizgewährungspflicht und die Belastungssituation der Gerichte.
Wir wollen über den Stand des Gesetzgebungsverfahrens informieren und gemeinsam unter Berücksichtigung auch internationaler Erfahrungen schauen, welche Impulse der Staat - sei es der Gesetzgeber oder die Verwaltung - für die außergerichtliche Mediation setzen könnte.