Mimikresonanz® in der Mediation – Emotionen erkennen, verstehen und professionell nutzen

Forum 7

Mimik und Körpersprache liefern in Konfliktsituationen oft die frühesten und zuverlässigsten Hinweise auf emotionale Prozesse. Sie zeigen, was Menschen beschäftigt – auch dann, wenn es (noch) nicht ausgesprochen oder sogar kaschiert werden soll. Für Mediator*innen eröffnet sich hier ein besonderer Zugang: Wer emotionale Signale differenziert wahrnehmen kann, gewinnt zusätzliche Orientierung für das weitere Vorgehen im Gespräch.

Der Workshop führt in die Grundlagen der Mimikresonanz® ein und zeigt, wie sie im Kontext von Mediation und Konfliktklärung sinnvoll eingesetzt werden kann. Im Mittelpunkt steht dabei die Verbindung von Wahrnehmung und professioneller Haltung: Es geht nicht darum, Emotionen zu „entlarven“, sondern sie als Ressource für Verständigung und Klärung zu nutzen.

Ein zentraler Bezugspunkt ist die Unterscheidung zwischen affektiver und kognitiver Empathie. Während affektive Empathie beschreibt, dass wir Ge- fühle anderer mitempinden, ermöglicht kognitive Empathie ein bewusstes Erkennen und Einordnen emotionaler Zustände („Ich sehe, was du fühlst“). Gerade diese Form der Empathie kann die allparteiliche Haltung von Media- tor*innen stärken, da sie Nähe ermöglicht, ohne die professionelle Distanz zu verlieren.

Im Workshop werden wir daher sowohl das Erkennen mimischer Signale als auch das gezielte Nutzen dieser Wahrnehmungen im Mediationsprozess in den Blick nehmen.

Der Workshop versteht sich ausdrücklich als Einführung und erste Annähe- rung. Es geht darum grundlegende Prinzipien kennenzulernen, die eigene Wahrnehmung zu schärfen und erste Anwendungsmöglichkeiten zu erpro- ben. Ziel ist es, Impulse zu geben, die in der eigenen Praxis weiter vertieft werden können.

Referentin