Gesellschaftliche Polarisierung – (K)ein Thema für die Mediation?!
Forum 2
An Debatten über Diversität, Corona-Maßnahmen, Wahlverhalten und Klimaschutz entzünden sich zahlreiche Konflikte: Arbeitsteams streiten über das Für und Wider gendersensibler Sprache. Zum Ausbau erneuer- barer Energien verhärten sich ähnlich wie zur Zeit der Corona-Pandemie die Fronten zwischen Befürwortern und Skeptikern von Projekten. Und mit Fällen von Diskriminierung haben Führungskräfte in Organisationen abseits rechtlicher Rahmenbedingungen einen Umgang zu inden. Gesell- schaftspolitische Themen, die häuig mit Identitätsfragen einhergehen und emotional aufgeladen sind, tauchen auch in der Mediation auf.
Erfordert das Vermitteln in polarisierenden Konflikten von Mediator:innen ein anderes Handwerkszeug? Wo bin ich selbst positioniert, wie beeinflussen polarisierende Themen die mediative Praxis? Sind für den Umgang mit Polarisierung Selbstverständnisse wie Allparteilichkeit neu zu denken? Welchen gesellschaftspolitischen Anspruch hat die Mediation? Und wie (un-)politisch sind wir in der Rolle als Mediator:innen?
In dem Workshop nehmen wir in den Blick, was wir als Mediator:innen im Umgang mit Polarisierung über uns selbst erfahren, welchen Einfluss das auf unsere Rolle hat und mit welchen mediativen Techniken und Methoden in polarisierenden Konfliktlagen gearbeitet werden kann.
Sie lernen im Workshop zentrale Konzepte zu Polarisierung, ihren Ursachen und Dynamiken kennen. Ferner wird Gelegenheit gegeben, (besser) zu ver- stehen, wie die eigene Haltung die mediative Praxis beeinflusst und mit welchen Werkzeugen Polarisierung konstruktive Auseinandersetzungen be- wirken kann.